Die Geschichte des RSC

Es war am 13. Juli 1919, als 28 junge Männer in der Gastwirtschaft Arning den Radsportverein „Spirale“ Niedermehnen ins Leben riefen. Grund für den eigenwilligen Namen: nach dem ersten Weltkrieg gab es keine Fahrradbereifung
aus Gummi zu kaufen, und so wurden die Radfelgen mit Spiralfedern bezogen.

 

Dem ersten Vorstand gehörten Fritz Bollmeier als 1. Vorsitzender, Christian Stothfang als 1. Schriftführer und Fritz Arning als 1. Kassierer an.
Im Jahre 1925 erfolgte die Umbenennung des Vereines in „Westfalia“ Niedermehnen und 1928 weihte man im Rahmen einer größeren Veranstaltung
das Vereinsbanner ein. Kunst-, Reigen-, Korso- und Wanderfahren gehörten zum Sportangebot.


Nach dem 2. Weltkrieg, die Neugründung erfolgte am 10. Oktober 1947, wurden diese Sportarten auch weiterhin im Verein gepflegt. Sportlerinnen und Sportler gewannen Kreismeisterschaften und holten viele Preise und Pokale auf den Radsportfesten der Nachbarvereine. Nach dem Beitritt zum Bund Deutscher Radfahrer richtete der RSC auf einer 5km langen Rundstrecke im Ort Straßenrennen aus. Bei der 1960durchgeführten Bezirksmeisterschaft fuhren unter den 80 Startern auch Olympiateilnehmer um Sieg und Prämien.


Mit der Gründung einer Radballabteilung im Jahre 1968 verlagerten sich die radsportlichen Aktivitäten hauptsächlich auf diese Hallenradsportdisziplin. Nachwuchsmannschaften des Vereins und die 5er Mannschaft gewannen mehrfach Medaillen bei den Landesmeisterschaften und vertraten Niedermehnen mit Erfolg überregional bei weiterführenden Meisterschaften.


Sportlich hervorzuheben ist der Aufstieg der 5er Radballmannschaft in die Bundesliga (1995 und 2000) und der Aufstieg der Radpolo-Damen – diese Sportart gibt es seit 1992 im RSC – in die 2. Bundesliga 2009.


Insbesondere die Fertigstellung der Festhalle Levern im Jahre 1969, seitdem Trainings- und Wettkampfstätte der Radballer und Radpolospielerinnen und der Bau der Niedermehner Sporthalle im Jahre 1990 sind dafür verantwortlich, dass das Sportangebot im RSC Niedermehnen ständig erweitert werden konnte.


Seit 1977 gibt es eine große Breitensportabteilung für Turnen, Tanzen und Gymnastik – von der Mutter/Kindturngruppe über die bekannte Tanzgruppe „Junis“ bis zu den Seniorinnen. Weitere Abteilungen bieten Selbstverteidigung, Rückenschulung und Badminton an.


Im Jahre 1980 gründete sich eine Radtouristikabteilung - kurz RTF genannt - deren Fahrer nicht nur in Deutschland, sondern auch auf Straßen in Schweden und Österreich an Veran-staltungen teilnehmen. Wer es nicht ganz so schnell haben möchte, kann die nähere Heimat bei den angebotenen Radwanderfahrten kennen lernen.


Besondere Höhepunkte des Vereinslebens waren die Ausrichtung von zwei Deutschen Meisterschaften. Im Jahre 1980 war man in Lübbecke Gastgeber der DM im Kunstradfahren, Radball und Radpolo (Elite und Junioren). Die Wehdemer Sporthalle sah 1989 die Titelkämpfe im 5er Radball. Wehdem war auch Schauplatz des Hallenradsportländerkampfes Deutschland gegen Tschechien im März 1994.


Traditionelle Veranstaltungen im Vereinsjahr sind seit 1983 die „Mühlenkreis-RTF“ und seit 1972 das „Niedermehner Volksradfahren“ bei dem jedes Jahr rund 700 Teilnehmer - Rekord war das Jahr 1983 mit 1175 Startern – mit einer Medaille ausgezeichnet werden.