RSC Niedermehnen stellt sich erneut der Sieben-Pässe-Tour
Mit dem Fahrrad zur Tour – 80 Kilometer, 960 Höhenmeter und jede Menge Teamgeist
Vier Teilnehmer des RSC Niedermehnen (Ulrich Hegerfeld, Volker Rodeck, Reinhold Strübe und Holger Tschense) stellten sich auch in diesem Jahr erneut der Herausforderung der „Sieben Pässe Tour“ rund um das Wiehengebirge. Bereits die Anreise zur MERKUR Arena in Lübbecke erfolgte standesgemäß mit dem Fahrrad. Zusammen mit der eigentlichen Tour kamen so am Ende gut 120 Kilometer auf dem Tacho zusammen.
Am Start zeigte sich einmal mehr, wie vielfältig die Radfahrgemeinde inzwischen unterwegs ist. Neben hochwertigen High-End-Rennrädern waren Gravelbikes, Trekkingräder und Pedelecs vertreten. Unter den über 500 Teilnehmern befanden sich zudem zahlreiche bekannte Gesichter aus der regionalen Radfahrerszene. Schon der erste Anstieg hatte es in sich. Mit einer Steigung von bis zu elf Prozent führte die Strecke hinauf zum Limberg. Über die Kalkhofen Straße ging es anschließend weiter bis zum Parkplatz Schwarzer Brink in Pr. Oldendorf, wo bereits die erste Versorgungsstelle auf die Radfahrer wartete.
Über Pr. Oldendorf und Obermehnen führte die Tour weiter zum dritten Pass, der Kahle Wart. An der Kuppe war erneut eine Versorgungsstation eingerichtet. Hervorragender Zuckerkuchen, Bananen, Müsliriegel und verschiedene Getränke sorgten dafür, dass die „Beinakkus“ wieder aufgeladen werden konnten. Wer wollte, konnte anschließend die rasante Abfahrt hinunter bis nach Oberbauerschaft genießen.
Weiter ging es entlang der Südseite des Wiehengebirges bis nach Schnathorst. Dort wartete mit dem Ölberg bereits der vierte Anstieg auf die Teilnehmer. Auch dieser Pass wurde erfolgreich bezwungen.
Auf der Nordseite des Wiehengebirges angekommen, führte die Strecke durch Nettelstedt. Hier wäre theoretisch die Möglichkeit gewesen, die Tour über die nahegelegene neue Fahrradstraße „Kanalweg“ direkt nach Lübbecke abzukürzen. Bis zu diesem Punkt konnte man bei dem einen oder anderen Teilnehmer zwar schon einen müderen Gesichtsausdruck erkennen, aufgegeben hatte jedoch niemand. Schließlich war bereits mehr als die Hälfte der Pässe geschafft.
Der fünfte Pass, die Walllücke, war nach den bisherigen Anstiegen fast schon eine leichtere Aufgabe. Anders sah es beim weiteren Streckenverlauf aus. Zwischen der Lutternschen Egge und dem Anstieg bis Bergkirchen öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete zeitweise wie aus Eimern. Glücklicherweise hatte der Regen bis zum Erreichen der Versorgungsstelle in Bergkirchen bereits wieder aufgehört.
Nach rund 65 Kilometern und etwa 900 Höhenmetern führte die Strecke die RSC-Fahrer schließlich nach Rothenuffeln. Von dort stand im Wesentlichen die Rückfahrt nach Lübbecke an. Ganz so einfach wurde diese jedoch nicht: Erneuter Regen und ein deutlicher Gegenwind begleiteten die letzten Kilometer. Immerhin konnten die Radfahrer dabei die neu eingerichtete und hervorragend gelungene Fahrradstraße nutzen.
„Rückenwind wäre ja auch unsportlich – aber durchaus belohnenswert gewesen“, lautete das augenzwinkernde Fazit der RSC-Teilnehmer.
Im Ziel an der MERKUR Arena wurden die erfolgreichen Teilnehmer von den ehrenamtlichen Helfern mit viel Jubel empfangen. Als Erinnerung gab es einen „Barre-Pokal“ in der Edition „Sieben Pässe Tour 2026“. Dazu wurden Bratwürstchen und Getränke gereicht. Für die vier RSC-Teilnehmer war die Tour einmal mehr ein Beweis dafür, dass eine solche Herausforderung vor allem gemeinsam zu bewältigen ist. In der Gruppe warten die stärkeren Fahrer oben am Berg auf ihre Mitfahrer, während die Nachfolgenden wissen, dass sie nicht alleine weiterfahren müssen.
„So etwas schafft man im Team!“, waren sich die RSC-Fahrer einig.
Die „Sieben Pässe Tour“ umfasste in diesem Jahr rund 80 Kilometer und 960 Höhenmeter. Zusammen mit der An- und Rückfahrt des RSC-Teams kamen die vier Teilnehmer auf gut 120 Kilometer.
Das Fazit des RSC Niedermehnen fällt eindeutig aus: „Vielen, vielen Dank an alle Organisatoren, Helfer und Unterstützer. Wir sind nächstes Jahr wieder dabei!“
