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Weltmeister in den Reihen des RSC Niedermehnen: Matthias König holt Gold bei der Liegerad-WM

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Weltmeister in den Reihen des RSC Niedermehnen: Matthias König holt Gold bei der Liegerad-WM

Weltmeister Matthias Koenig

Niedermehnen.  Matthias König hat sich bei den Weltmeisterschaften der Liegeräder im niederländischen Sittard (12. – 15. Juli) erneut die Goldmedaille gesichert und damit bereits seinen sechsten Weltmeistertitel gewonnen. Nach einigen Jahren Wettkampfpause kehrte der Ausnahmesportler auf die internationale Bühne zurück – und stand am Ende erneut ganz oben auf dem Siegerpodest.

Bei den Weltmeisterschaften mussten die Teilnehmer in vier verschiedenen Disziplinen Punkte für die Gesamtwertung sammeln. Auf dem Programm standen eine schnelle Runde auf einem 800 Meter langen Ovalkurs mit fliegendem Start, ein einstündiges Einzelzeitfahren, ein 45-minütiges Kriterium mit einem zehn Meter hohen Anstieg und bis zu zwölf Prozent Steigung sowie ein dreistündiges Langstreckenrennen auf dem Ovalkurs.

Der verwinkelte Kurs mit seinen zahlreichen engen Kurven kam Matthias König dabei nicht unbedingt entgegen. Die Strecke ließ die aerodynamischen Vorteile seines vollverkleideten Velomobils nur eingeschränkt zur Geltung kommen. Dennoch zeigte der Fahrer des RSC Niedermehnen von Beginn an eine starke Leistung. Im ersten Wettbewerb belegte er trotz einer nicht optimalen Runde den zweiten Platz und hielt den Rückstand auf die Konkurrenz in Grenzen.

Auch im anschließenden einstündigen Zeitfahren startete König äußerst engagiert. Bei Temperaturen von rund 32 Grad Celsius musste er allerdings nach etwa einer halben Stunde das Tempo deutlich reduzieren, um einer Überhitzung vorzubeugen. Trotz der schwierigen Bedingungen sicherte er sich erneut Rang zwei und sammelte damit wertvolle Punkte für die Gesamtwertung.

Im anschließenden Kriterium lief es deutlich besser. König setzte sich früh an die Spitze des Feldes, kontrollierte das Rennen souverän und fuhr ungefährdet zum Sieg. Ein Defekt beim bis dahin führenden Konkurrenten brachte den Niedermehner zusätzlich an die Spitze der Gesamtwertung.

Das abschließende Langstreckenrennen wurde aufgrund der hohen Temperaturen von ursprünglich drei auf zwei Stunden verkürzt. König fand schnell seinen Rhythmus und setzte sich kontinuierlich von seinen Verfolgern ab. Selbst ein Reifenplatzer konnte ihn nicht stoppen. Nach einem blitzschnellen Reifenwechsel von weniger als einer Minute nahm er das Rennen wieder auf und baute seinen Vorsprung weiter aus. Im Ziel betrug sein Vorsprung beeindruckende vier Runden – seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag dabei rund zwei Kilometer pro Stunde über der des zweitplatzierten Fahrers.

Die extremen Belastungen durch hohe Geschwindigkeiten und enge Kurven fordern Mensch und Material gleichermaßen. Insbesondere die Reifen werden bei solchen Rennen enorm beansprucht und sind teilweise bereits nach weniger als 100 Kilometern verschlissen.

Mit dem Gesamtsieg in Sittard sicherte sich Matthias König bereits seinen sechsten Weltmeistertitel im Liegeradsport und unterstrich einmal mehr seine Ausnahmestellung in dieser Disziplin.

Ausruhen möchte sich der Weltmeister jedoch nicht. Sein nächstes großes Ziel hat er bereits fest im Blick: den Stundenweltrekord mit einem vollverkleideten Liegerad. Dafür müsste er innerhalb von 60 Minuten mehr als 93 Kilometer zurücklegen – eine Marke, die bislang noch unerreicht ist.

 

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